ADSL und xDSL jetzt im privaten Bereich steuerlich absetzbar!

Wer jetzt ins Internet einsteigt, steigt besser aus.
Internetzugänge mit Breitbandtechnik wie ADSL oder xDSL werden rückwirkend ab dem 1. Mai 2003 auch im privaten Bereich steuerlich absetzbar.

Das Budgetbegleitgesetz 2003 wurde am 11. Juli 2003 im Nationalrat beschlossen; dort ist die steuerliche Absetzbarkeit für private Breitbandanschlüsse verankert.

Nach heftiger Kritik von Seiten der Internet Service Provider wurde das Budgetbegleitgesetz 2003 angepasst. Ursprünglich war die steuerliche Absetzbarkeit von Breitband-Neuanschlüssen im Privatbereich ab dem 1. Juli 2003 vorgesehen, in der neuen Fassung wird die Absetzbarkeit durch die Steuerreform 2004 nun rückwirkend ab dem 1. Mai 2003 möglich.

Unter Breitbandtechnik fallen nach Definition des Gesetzgebers ständige Internetzugänge gegen ein zeitunabhängiges, laufendes Grundentgelt, die eine Downloadbandbreite von mindestens 256 kBit/Sekunde aufweisen. Dies betrifft konkret die ADSL- und xDSL-Anschlüsse.

Für Firmen war die steuerliche Absetzbarkeit von Internetzugängen in Form von Betriebsausgaben immer schon möglich und wird es selbstverständlich auch bleiben.

Mit der Steuerreform sollen nun auch im Privatbereich die Ausgaben für Internetzugänge mittels Breibandtechnik als Sonderausgaben absetzbar werden. Die monatliche Grundgebühr ist bis zu einer Höhe von 40,- EUR absetzbar, die einmaligen Anschlusskosten bis zu 50,- EUR. Diese Sonderausgaben sind voll absetzbar und fallen nicht in den gedeckelten Sonderausgabentopf. Die Absetzbarkeit ist auch für Anschlüsse des nicht dauernd getrennt lebenden Ehepartners bzw. der Kinder gegeben.

Nicht unter die Begünstigung fallen beispielsweise UMTS, ISDN, analoge oder digitale Anschlüsse. Sonderausgaben für Breitbandinternetanschlüsse stehen für Breitbandanschlüsse, die bereits vor dem 1. Mai 2003 installiert wurden, nicht zu. Auch das An- und Abmelden über ein und denselben Anbieter bzw. der Wechsel des Anbieters fallen nicht unter die Förderung, ebenso wenig wie die Herstellung eines Zweitanschlusses für ein und dieselbe Person. Der Gesetzgeber möchte nur echte Neuzugänge fördern und kommt damit der Empfehlung der Europäischen Kommission nach, welche die Zahl der Breitbanduser insgesamt deutlich erhöhen möchte und dazu auch steuerliche Förderungen als Anreiz vorschlägt.

Achtung: Diese Aktion ist zeitlich befristet und gilt nur bis zum 31. Dezember 2004. Voraussetzung für die steuerliche Absetzbarkeit des Breitbandzuganges ist also, dass der Anschlussvertrag nach dem 30. April 2003 und vor dem 31. Dezember 2004 abgeschlossen wird.

Geltend macht man die Sonderausgaben mit dem Formular L1, das ist das Formular für die Arbeitnehmerveranlagung. Die Belege müssen auf Wunsch der Finanzbehörde vorgelegt werden und sind sieben Jahre hindurch aufzubewahren. Sämtliche Steuerformulare sind im Internet unter service/formulare/_start.htm abrufbar.